Edels Buch ist ein solide begründeter und historisch belegter Beitrag zur Stärkung des Deutschen als Wissenschaftssprache. Gerade in einer Zeit, in der nicht nur eine Vielzahl deutscher Wissenschaftler dazu übergeht, auf Englisch zu referieren und zu publizieren – was im Regelfall das wissenschaftliche Niveau der Argumentation senkt –, ist der Text umso wichtiger. Es geht im Kern darum, die Spitzenstellung deutscher Geistes-, Natur- und Ingenieurwissenschaften, wie sie vor den Weltkriegen bestand, wiederherzustellen. Dazu aber braucht es das Deutsche als Wissenschaftssprache, denn ohne die Sprache geht am Ende auch die Disziplin zugrunde. Ein ubiquitäres Englisch aber beschädigt nicht nur beide Sprachen – das Deutsche wie das Englische –, sondern es schwächt obendrein die Wissenschaften in Deutschland. Edels Buch liefert für diese These gute Argumente und fordert zugleich Politiker wie Wissenschaftler zum Handeln auf.
Prof. Dr. Lutz Götze
„Ein informatives Buch, das zugleich zum Nachdenken und zur Diskussion anregt.“
Wenn jemand den Vorschlag machte, die Gebäude der Humboldt-Universität in Berlin abzureißen, ginge ein Sturm der Entrüstung durch das Land. Wenn aber viele Beamte daran arbeiten, den wertvollsten Inhalt dieser Gebäude zu zerstören, hält sich die Empörung in Grenzen. Tatsächlich ist die deutsche Wissenschaftssprache massiv unter Druck geraten. Ohne Not und Gegenleistung lässt es Deutsch-land zu, dass die deutsche Sprache als Trägerin epochaler Erkenntnisse durch ein billiges Globisch abgelöst wird, das weltweit nur Kopfschütteln auslöst. Was passiert da eigentlich? Was heißt denn eigentlich Deutsch als Wissenschaftssprache? Das Buch lässt uns teilhaben am mitreißenden Aufstieg der deutschen Wissenschaftssprache sowie den zahlreichen Auseinandersetzungen um ihre Stellung. infocus